#24 Stillprobleme, Schlafmangel, Überforderung: Wo Eltern schnell Hilfe finden

Shownotes

Wir sind zurück mit einer besonderen Folge und starten die dritte Staffel direkt mit unserem ersten Gast: Christina, erfahrene Kinderkrankenschwester und Familienberaterin. Gemeinsam tauchen wir ein in das Konzept des Café-Kinderwagens – einem offenen Treffpunkt, der jungen Eltern in der Stadt und im ländlichen Raum echten Rückhalt bietet. Christina teilt ihre Erfahrungen, spricht offen über Überforderung, Tabus wie postnatale Depression und erklärt, warum echte Begegnungen so wichtig sind. Wir diskutieren, wie sich Elternschaft verändert hat, warum Bauchgefühl wichtiger ist als Social Media und was Vernetzung heute bedeutet. Hört rein, wenn ihr wissen wollt warum ihr keine Frage haben müsst, um willkommen zu sein!

Liebe!

Dahla und Martin

Kontakt zu uns über Insta: https://www.instagram.com/maeuse_ballett?igsh=MXFyMjlrcXFkZWRhcg==

Mail: mauseballett@gmail.com

Transkript anzeigen

Martin: Herzlich Willkommen zu einer

Martin: neuen Aufführung des

Martin: Mäuseballetts, dem Podcast

Martin: über das wilde Leben junger

Martin: Eltern von und mit Dala und

Martin: Martin. Herzlich Willkommen zu

Martin: einer neuen Aufführung des

Martin: Mäuseballetts im neuen Jahr.

Martin: Erste Folge und auch eine

Martin: besondere Folge für uns. Die

Martin: Pause ist vielleicht ein

Martin: bisschen länger geworden, als

Martin: wir uns das eigentlich

Martin: vorgenommen haben, aber jetzt

Martin: freuen wir uns umso mehr, in das

Martin: dritte Podcast-Jahr zu starten,

Martin: weil nämlich wir haben einen

Martin: Gast.

Dahla: Ganz genau, moin erstmal auch

Dahla: von mir. Heute ist Christina bei

Dahla: uns. Sie ist seit 1997

Dahla: Kinderkrankenschwester und hat

Dahla: ganz viel mit kleinen Kindern

Dahla: und Familien zu tun. Das hört

Dahla: man vielleicht im Hintergrund

Dahla: auch, das macht aber gar nichts.

Dahla: Und ich sag einfach mal ganz

Dahla: kurz ein bisschen was zu ihr,

Dahla: bevor ihr sie dann bestimmt auch

Dahla: näher kennenlernt und wir

Dahla: natürlich ganz viele Fragen

Dahla: vorbereitet haben. Sie hat drei

Dahla: leibliche Kinder, drei Jungs,

Dahla: wohnt genauso wie wir auf dem

Dahla: Land und ist eben gelernte

Dahla: Kinderkrankenschwester, hat in

Dahla: Göttingen und Hildesheim

Dahla: gearbeitet, in der Diakonie, in

Dahla: der Dialyse, Beatmungspflege,

Dahla: kardiologisch intensiv, hat also

Dahla: ganz, ganz viel Erfahrung und

Dahla: dann noch eine Weiterbildung

Dahla: gemacht zur

Dahla: Familienkrankenschwester. Und

Dahla: das ist ein Begriff, der war

Dahla: jetzt für mich tatsächlich neu.

Martin: Für mich auch, ja.

Dahla: Passt aber perfekt in unseren

Dahla: Podcast, würde ich sagen, denn

Dahla: es geht darum, Familien zu

Dahla: beraten, es geht darum, Prinzip

Dahla: Vertrauensarbeit zu machen und

Dahla: natürlich aber auch dabei

Dahla: ernste Themen mit zu begleiten.

Dahla: So was wie Kindeswohlgefährdung,

Dahla: Fachkraft frühe Hilfe nennt

Dahla: sich das Ganze dann offiziell,

Dahla: habe ich gerade gelernt. Genau,

Dahla: also herzlich willkommen,

Dahla: Christina. Ganz doll schön,

Dahla: dass du da bist.

Martin: Herzlich Herzlich willkommen.

Dahla: So, So, jetzt geht es nicht nur

Dahla: um dich, sondern auch um Café

Dahla: Kinderwagen. Was ist das denn

Dahla: eigentlich? Wir haben das hier

Dahla: auch bei uns in der Gemeinde,

Dahla: das heißt es scheint ja was zu

Dahla: sein, was es gerade auch im

Dahla: ländlichen Raum gibt.

Dahla: Kostenloser Treffpunkt für

Dahla: Schwangere und Eltern von

Dahla: Kleinkindern. Du begleitest das

Dahla: Ganze. Magst du einfach mal ein

Dahla: bisschen erzählen, was das

Dahla: eigentlich für ein Projekt ist

Dahla: und was dir dabei besonders am

Dahla: Herzen liegt?

Christina: Ja, sehr gerne. Also, Café

Christina: Kinderwagen gab es ganz am

Christina: Anfang erst in der Stadt. Das

Christina: ist praktisch vom Landkreis und

Christina: ist ein niederschwelliger,

Christina: freiwilliger Treffpunkt, wie

Christina: gesagt, für Schwangere und

Christina: Mütter. Egal, wie alt die

Christina: Kinder sind, vorwiegend von 0

Christina: bis 3 und das ist kostenlos und

Christina: ist mehr oder weniger ein

Christina: Treffpunkt, um Mütter zu

Christina: beraten, zu begleiten und auch

Christina: zu vernetzen. Wir sagen immer so

Christina: ein bisschen Café Kinderwagen

Christina: und Kaffeeklotz, weil bei uns

Christina: gibt es immer Kaffee, Tee und

Christina: was zu trinken und manchmal

Christina: machen wir ja auch Frühstück.

Christina: Einmal im Monat mache ich ein

Christina: Frühstück für alle und ja,

Christina: das soll vorwiegend wirklich

Christina: dafür sein, dass der Fokus

Christina: einfach nicht darauf liegt. So

Christina: etwas wie Delphi-Kurse oder so.

Christina: Also, es liegt nicht darauf,

Christina: dass wir da gucken, was lernen

Christina: wollen und die Bewegung der

Christina: Kinder oder die Entwicklung

Christina: beobachten wollen, sondern

Christina: einfach wirklich, es geht um

Christina: Austausch. Um Austausch und

Christina: Vernetzen und bei Bedarf einfach

Christina: auch um Hilfestellung. Wenn zum

Christina: Beispiel Mütter doch merken,

Christina: ich mag vielleicht nicht mit

Christina: jedem über irgendwas reden oder

Christina: sie sind psychisch belastet oder

Christina: überfordert und trauen sich da

Christina: eigentlich nicht so mit jemandem

Christina: zu sprechen, dann versuchen wir

Christina: eigentlich so dieses

Christina: Zwischenglied zu sein, um dann

Christina: doch irgendwelche anderen

Christina: Hilfsangebote noch da mit

Christina: ranzubringen. Das ist aber nicht,

Christina: also das ist ja nicht Pflicht,

Christina: dass man über irgendwas reden

Christina: muss. Die meisten kommen

Christina: wirklich einfach, weil sie Lust

Christina: haben, sich einfach mit allen zu

Christina: treffen, weil sie Lust haben,

Christina: mit mir zu quatschen. Vielleicht

Christina: doch mal das ein oder andere

Christina: Zipperleine, kennen wir alle,

Christina: Kind schläft nicht gut,

Christina: Stillprobleme, ach weiß ich

Christina: nicht, wunderbar, trinkt nicht

Christina: gut, Beikosteinführung, um

Christina: einfach nur auf so einem kurzen

Christina: Weg darüber mal zu sprechen.

Christina: Das

Dahla: heißt, du bist da sowohl mit

Dahla: schwierigen Fragestellungen

Dahla: konfrontiert, aber auch wirklich

Dahla: Fragen

Christina: Ja,

Dahla: des Alltags.

Christina: genau, so des Alltags. Und, ähm,

Christina: die Gruppe ist halt offen, die

Christina: geht immer über anderthalb

Christina: Stunden. Und, ähm, was die

Christina: meisten bei mir bevorzugt in

Christina: Nutz-Stemm, glaube ich, ganz

Christina: gerne mögen, so war jedenfalls

Christina: die Rückmeldung, ist, dass sie,

Christina: ähm, also wir haben kein

Christina: Ankommensritual. Sie können

Christina: wirklich um halb zehn geht's

Christina: immer loskommen, aber sie

Christina: können auch erst um zehn kommen,

Christina: weil sie noch gerade füttern

Christina: mussten oder noch stillen

Christina: mussten oder das Kind hat noch

Christina: geschlafen. Und, ähm, ja, dann

Christina: kommen sie halt in der Zeit, wie

Christina: es ihnen passt. Ich bin's elf

Christina: Uhr da. Und manchmal kommen sie

Christina: auch erst um halb elf und

Christina: trinken einfach nur noch einen

Christina: Kaffee.

Martin: Also dann sidrig schwellig mit.

Christina: Genau,

Martin: Also, ja.

Christina: total. Und ich glaube, das ist

Christina: das, was sie mögen. Und, ähm,

Christina: und halt natürlich auch Papis.

Christina: Es sind nicht nur

Martin: Ja.

Christina: Mann. Das

Martin: wäre jetzt auch noch mal eine

Martin: Frage gewesen.

Christina: Genau. Ähm, manchmal kommen sie

Christina: auch zu zweit. Mama und Papa.

Christina: Also ich auch öfter. Oder auch,

Christina: ähm, Oma.

Martin: Okay.

Christina: Und auch. Wenn Mama beim Vater

Christina: sagt, sagt Oma, okay, dann gehe

Christina: ich heute ins Café Kinderwanz,

Christina: Christina.

Dahla: Ja, ich hatte ja auch einen

Dahla: kleinen eigenen Einblick, ähm,

Dahla: als ich dich kennengelernt habe.

Dahla: Und da hatte ich auch das

Dahla: Gefühl, das ist wirklich ein

Dahla: Raum, äh, wo sich die Eltern

Dahla: und die Kinder gleichermaßen

Dahla: wohlfühlen können. Und, ähm,

Christina: Ja,

Dahla: ähm, okay ist nur da zu sitzen.

Dahla: Und, ähm, du aber ja auch

Dahla: richtig dann umher schwirrst,

Dahla: sag ich mal. Und versuchst mit

Dahla: jedem und jeder einmal ins

Dahla: Gespräch zu gehen. Manche,

Dahla: könnte ich mir vorstellen, ähm,

Dahla: ja, wissen vielleicht ja auch

Dahla: gar nicht so richtig, wo ihr

Dahla: Problem gerade irgendwie, äh,

Dahla: gelagert ist. Und

Christina: genau.

Dahla: das, ähm,

Christina: das versuchen wir dann gemeinsam.

Christina: Ne? Also man merkt ja schon, ob

Christina: jemand, sag ich mal, gut gelaunt

Christina: ist oder bedrückt ist. Oder,

Christina: ähm, Ja, also irgendwie sieht

Christina: man das meistens. Und, ähm,

Christina: manchmal ist es auch so, dass

Christina: man wirklich mit jemandem so im

Christina: Gespräch vertieft ist, dass ich

Christina: es gar nicht schaffe, sag ich

Christina: mal, einmal so rundherum, ne?

Christina: Meistens sind es immer so, es

Christina: bilden sich natürlich auch da

Christina: kleine Grüppchen. Die einen

Christina: sind auf einer Wellenlänge, die

Christina: anderen nicht. Und, ähm, aber

Christina: auch so vom Alter total gemischt.

Dahla: ähm.

Christina: Ja, also, ähm, ich hab auch

Christina: ganz junge Mama zwischendurch.

Christina: Und, ähm, die sich dann aber

Christina: auch mit den anderen vernetzen.

Christina: Das ist mir halt auch

Christina: unwahrscheinlich wichtig, dass,

Christina: ähm, da kein Unterschied

Christina: gemacht wird. Ja? Und, ähm,

Christina: jeder hat seine Grenzen,

Christina: Belastungsgrenzen auch woanders,

Christina: ne? Und, ähm, von daher, dass

Christina: egal, wie alt man ist, wie viele

Christina: Kinder man schon hat. Und, ähm,

Christina: ja, dass man jetzt Papa ist oder

Christina: Mama ist, das möchte ich da

Christina: Schön. Hätte ich selber vorher

Christina: auch nicht so gedacht, dass das

Christina: so

Martin: Das wäre jetzt auch meine Frage,

Martin: wenn, ob jetzt eher die, ähm,

Martin: Familien kommen, die jetzt das

Martin: erste Kind haben, oder ob das

Martin: einfach bunt gemischt ist, dass

Martin: du,

Christina: gemischt ist.

Martin: ja, witzig, das hätte ich jetzt

Christina: Ich hab

Martin: gar nicht so erwartet.

Christina: tatsächlich, ähm, von

Christina: Erstlings-Eltern auch Eltern,

Christina: die das Dritte bekommen haben.

Christina: Die anderen sind schon in der

Christina: Kita und in der Krippe. Und sie

Christina: kommen dann einfach mit dem

Christina: Dritten. Ja. Das ist ganz

Christina: unabhängig.

Dahla: Klingt auf jeden Fall so, als ob

Dahla: es ein Angebot ist, was einfach

Dahla: sehr gut, ähm, angenommen wird.

Dahla: Ja, auch kostenlos ist, hatten

Dahla: wir eben schon gesagt. Was

Dahla: glaubst du, worin liegt der

Dahla: besondere Bedarf eines solchen

Dahla: Angebotes? kann dieses Angebot,

Dahla: was

Christina: Was

Dahla: vielleicht nicht per se schon

Dahla: über, ähm, das Krankenhaus

Dahla: oder das Geburtshaus, die

Dahla: Hebamme, ähm, oder Angehörige

Dahla: sowieso schon abgedeckt ist?

Christina: Ich glaube einfach, dass, ähm,

Christina: also erstmal, weil es nichts

Christina: kostet. Es ist, also man gibt

Christina: nicht einen bestimmten Betrag

Christina: aus und ist ja dann verpflichtet.

Christina: Die meisten Angebote laufen ja

Christina: dann zehn- oder achtmal. Und,

Christina: ähm, das ist ja bei uns nicht

Christina: so. Manche kommen einmal im

Christina: Monat, manche kommen jedes Mal.

Christina: Und, ähm, es gibt natürlich

Christina: auch welche, die kommen einmal

Christina: und merken vielleicht, ach, es

Christina: ist doch nicht so meins und

Christina: kommen dann nicht mehr, ne? Ja,

Christina: also da ist alles vertreten. Und

Christina: ich glaube, die Besonderheit ist

Christina: einfach wirklich, dass es offen

Christina: ist, dass man da nicht

Christina: verpflichtet ist und dass es

Christina: halt wirklich nichts kostet.

Christina: Weil, ähm, ja, auch viele, ich

Christina: sag mal, vielleicht auch ganz

Christina: junge Mütter oder auch andere

Christina: Familien, ähm, einfach dafür

Christina: kein Geld ausgeben müssen. Und,

Christina: ähm, es dann aber auch nicht

Christina: schlimm ist, wenn man mal nicht

Christina: hingeht, ja? Ja, es ist einfach,

Christina: glaube ich, offen, locker, keine

Christina: Atmosphäre, dass man hin muss.

Dahla: Mhm.

Christina: Und, ähm, man trotzdem aber

Christina: auch wirklich Fragen stellen

Christina: kann und jetzt nicht extra

Christina: jemanden nach Hause holen muss,

Christina: ja? Oder vielleicht kann man

Christina: auch manche Sachen einfach so

Christina: auf einem kurzen Weg klären und

Christina: muss nicht extra irgendwo anders

Christina: hin. Oder man fühlt sich mal

Christina: vielleicht nicht verstanden, was

Christina: weiß ich. Manchmal kommen sie

Christina: auch mit Fragen vom Kinderarzt,

Christina: ja? Und, wo man dann einfach

Christina: ganz kurz noch mal vermitteln

Christina: kann, was klären kann. Und

Dahla: wo es vielleicht auch eine

Dahla: Atmosphäre ist, wo man das

Dahla: Gefühl hat, jetzt hier,

Christina: das

Dahla: da ist

Christina: neu.

Dahla: Und der Raum dafür, dass ich

Dahla: auch noch mal eine Frage stelle,

Dahla: weil ich es einfach nicht

Dahla: verstanden habe oder so.

Christina: Und es gibt auch mal Freitage,

Christina: wo überhaupt gar nicht über

Christina: irgendwas gesprochen wird,

Christina: sondern wo ganz normaler Alltag

Christina: herrscht. Also wo man wirklich

Christina: nur Kaffee trinkt, übers Wetter

Christina: plaudert, über den Urlaub. Also

Christina: es sind wirklich ganz banale

Christina: Sachen teilweise, ne? Dass ich

Christina: auch gefragt werde, Mensch, wir

Christina: wollen mit unserem Kleinen das

Christina: erste Mal fliegen. Ich habe die

Christina: und die Bedenken. Was sagst du

Christina: dazu? Dass die einfach nur

Christina: vielleicht von einer erfahrenen

Christina: Mutter und Fachpersonen da

Christina: einfach nochmal ein Rat lassen.

Dahla: Und jetzt hattest du gesagt,

Dahla: also kostenlos, das ist schon ja

Dahla: ein sehr wesentliches Merkmal.

Dahla: Da stellt sich mir natürlich

Dahla: sofort die Frage, wie wird das

Dahla: denn dann eigentlich finanziert?

Christina: Ja, also das ist ganz einfach,

Christina: weil praktisch dieses Angebot

Christina: vom Landkreis, in die Kommunen

Christina: getragen wird. Also es gibt es

Christina: in Hildesheim gibt es zwei

Christina: Standorte. Einmal in der

Christina: Nordstadt und einmal im

Christina: ehemaligen Geburtshaus. und dann

Christina: die Stadt. Und hier auf den

Christina: Dörfern werden wir praktisch

Christina: dann, also da wird bei der

Christina: Gemeinde angefragt, da wird das

Christina: Projekt vorgestellt, von

Christina: jemandem aus dem Landkreis, der

Christina: für die Frühen Hilfen

Christina: zuständig ist. Und dann trifft

Christina: man sich wirklich, dann werde

Christina: ich oder die Person, die das in

Christina: dem Ort machen würde, die kommt

Christina: dann mit dazu, dann wird das

Christina: besprochen, dann klären die die

Christina: Finanzen und dann gibt es

Christina: entweder ein Ja oder ein Nein.

Christina: Und dann ist es meistens erstmal

Christina: so ein Probejahr. Bei uns hier

Christina: sind es drei Probejahre. Und bis

Christina: jetzt habe ich die Rückmeldung,

Christina: dass es keine Einwände gibt,

Christina: dass es weitergemacht wird.

Martin: Gut.

Christina: Genau. Und das wird dann

Christina: praktisch, das zeigt die

Christina: Gemeinde.

Dahla: Zeigt für mich aber auch, dass

Dahla: wenn erstmal eine gute Idee

Dahla: entstanden ist, wie eben so ein

Dahla: kostenloses Beratungsangebot,

Dahla: dass das dann auch dankbar

Dahla: angenommen wird, gerade im

Dahla: ländlichen Raum. Würdest du

Dahla: diese Beobachtung so teilen?

Christina: Ja, schon. Doch. Also ich kenne

Christina: ja auch noch ein paar andere

Christina: Grafik-Kinderwagen. In Gronau

Christina: gibt es eins. In Ilze. Frieden.

Christina: Also ich kann jetzt nicht alle

Christina: aufzählen. Das kann man aber,

Christina: wir haben so einen QR-Code auf

Christina: einer

Christina: Kaffee-Kinderwagen-Postkarte und

Christina: da kann man die ganzen

Christina: Ortschaften anklicken und dann

Christina: erscheint auch die Uhrzeit, der

Christina: Wochentag und welche Person das

Christina: macht. Meistens steht auch eine

Christina: Telefonnummer dabei.

Dahla: Genau, und da kann man ja

Dahla: vielleicht nochmal erzählen,

Dahla: weil ja auch die Frage ist, wie

Dahla: erreicht ihr eigentlich die

Dahla: Schwangeren und die Eltern? Ich

Dahla: erinnere mich auch noch, dass

Dahla: ich damals dann zumindest bei

Dahla: unserer zweiten Tochter

Dahla: entsprechend Post im

Dahla: Briefkastlern bei

Martin: Stimmt,

Dahla: der ersten

Martin: ja.

Dahla: Gabs-Kaffeekastlern

Martin: bin. Ich erinnere mich. Ja.

Dahla: Genau. Und das scheint ja dann

Dahla: also so zu funktionieren, dass

Dahla: einfach immer mit der Meldung,

Dahla: Kind ist da irgendwie, was

Dahla: verschickt wird. Du hattest mir

Dahla: erzählt, dass es sowieso auch

Dahla: sowas wie so ein

Dahla: Begrüßungspaket gibt. Was ist

Dahla: denn da noch enthalten?

Christina: Also bevor es die

Christina: Babybegrüßung gab, wird ja

Christina: sowieso bei jedem neuen

Christina: Bürgerlein, wird ein Brief an

Christina: die Eltern geschickt, so ein

Christina: Willkommensbrief. Und da wurde

Christina: dann reingeschrieben halt, was

Christina: für Angebote es gibt,

Christina: beziehungsweise dass es

Christina: Kaffee-Kinderwagen gibt. Und

Christina: dass man das halt aussuchen kann,

Christina: wenn man möchte. Und jetzt

Christina: wurde das ein bisschen geändert.

Christina: Also es wird immer noch ein

Christina: Brief rausgeschickt. Nur dass da

Christina: drin jetzt explizit drinsteht,

Christina: dass es ein

Christina: Babybegrüßungs-Service gibt.

Christina: Und da steht auch mein Name drin,

Christina: also wer das macht. Und das

Christina: steht dann drin, dass ich zum

Christina: Beispiel, haben wir das hier in

Christina: Nordstem so geregelt, jeden

Christina: ersten oder jeden dritten

Christina: Donnerstag losfahre, dass ich

Christina: die Adressen bekomme. Aber die

Christina: Eltern haben Zeit, das abzusagen.

Christina: Also die bekommen einen Brief,

Christina: das ist auch ein QR-Code. Und

Christina: wenn Sie diesen Besuch,

Christina: Willkommensbesuch, nicht

Christina: möchten, dann können Sie das

Christina: ankreuzen und dann geht das

Christina: automatisch an die Gemeinde

Christina: zurück und ich werde informiert.

Christina: Also wir lassen da auch ein paar

Christina: Tage zwischen, damit wirklich

Christina: jeder entscheiden kann, möchte

Christina: ich das, möchte ich das nicht.

Christina: Und das läuft jetzt seit, ich

Christina: glaube seit November letzten

Christina: Jahres. Das ist auch ein

Christina: Pilotprojekt.

Martin: Mhm.

Christina: Und natürlich, ähm, wenn ich

Christina: jetzt dann zu den Hausbesuchen

Christina: fahre, ähm, das ist mehr oder

Christina: weniger, ähm, so ein Tür- und

Christina: Angelgespräch, ja, also ich

Christina: möchte nicht da in die Wohnung

Christina: rein oder ins Haus rein, ich

Christina: möchte einfach nur, ähm,

Christina: herzlichen Glückwunsch sagen

Christina: und, ähm, mich kurz vorstellen,

Christina: natürlich auf

Christina: Kaffee-Kinderwagen hinweisen und,

Christina: ähm, ja, manche fragen dann

Christina: noch irgendwas, manche nicht und

Christina: dann gibt es so ein Willkommens,

Christina: ähm, Beutelchen, den ich im

Christina: Kaffee-Kinderwagen auch liegen

Christina: habe, das ist so ein roter

Christina: Beutel, steht früher Hilfen

Christina: drauf, so ein Turnbeutel und da

Christina: sind erstmal ganz viele Infos

Christina: drin, es gibt ja so einen

Christina: Familienwegweiser, was es in

Christina: Hildesheim alles gibt, wo man,

Christina: was weiß ich, wo, wo ist das

Christina: Krankenhaus, wo ist ein

Christina: Kinderarzt, ähm, alles

Christina: Mögliche steht da drin und,

Christina: ähm, dann sind noch, ist noch

Christina: ein Handtuch da drin und so eine

Christina: Mini-Zahndürste für Babys, ne,

Christina: so die erste Zahndürste, ähm,

Christina: genau, und dann noch so ein

Christina: Hinweis, wo welches

Christina: Kaffee-Kinderwagen Wagen ist, ne,

Christina: also so ein kleiner

Christina: Willkommensbeutel, genau, und

Christina: das dauert meistens drei, vier

Christina: Minuten. Manchmal ist es auch so,

Christina: dass manche finden das gut,

Christina: manche möchten auch, ach, komm

Christina: doch kurz rein und, ähm,

Christina: schnacken dann kurz mit mir und

Christina: finden das ganz toll, bei

Christina: manchen merkt man auch, okay,

Christina: was möchte sie jetzt? Was ich

Christina: auch verstehen kann und, ähm,

Christina: bei denen, die skeptisch sind,

Christina: sage ich auch immer noch dazu,

Christina: es hat nichts mit Kontrolle zu

Christina: tun, nichts mit, ähm,

Christina: aufgezwungener Beratung oder so,

Christina: überhaupt nicht, es ist einfach

Christina: nur, dass man sagt, hier in

Christina: unserer Gemeinde gibt es auch

Christina: noch ein Angebot und, ähm, es

Christina: gibt einfach jemanden, der auch

Christina: da ist.

Dahla: Und wenn es vielleicht dann nur

Dahla: ist, dass, ähm, wenn man

Dahla: später irgendwann einmal das

Dahla: Gefühl hat, jetzt bin ich

Christina: Genau,

Dahla: komplett überfordert oder es

Dahla: ist, ich

Christina: genau,

Dahla: weiß

Christina: genau.

Dahla: gerade nicht weiter, ach, da war

Dahla: doch

Christina: da

Dahla: jemand,

Christina: war doch was,

Dahla: die war doch sympathisch und.

Christina: Und, ähm, was weiß ich, dann

Christina: kann man auch einfach freitags

Christina: reinschneiden, ne, und sagen,

Christina: hier, Christina, ähm, ne, also

Christina: ich würde auch, wenn jemand

Christina: wirklich irgendwas hat,

Christina: natürlich, ähm, ihn zur Seite

Christina: nehmen und, ähm, dann bleibe

Christina: ich ja nicht im Raum, man muss

Christina: sich da nicht, ähm, irgendwie

Christina: entblößen oder so. Aber mir

Christina: ist auch ganz wichtig, dass

Christina: einfach Überforderungen, egal,

Christina: ähm, wie alt man ist, egal aus

Christina: was für einer sozialen Schicht

Christina: man kommt, dass es das überall

Christina: gibt, ja,

Martin: Ja.

Christina: und dass das normal ist. Ja, es

Christina: gibt auch eine normale

Christina: Überforderung, ist ja nicht

Christina: alles immer gleich, oh Gott, wie

Christina: schlimm, ja.

Martin: Ja.

Dahla: magst du mal, ähm, zwei, drei

Dahla: Beispiele nennen, was, an was du

Dahla: denkst, wenn du sagst, ach,

Dahla: Überforderung

Christina: Also,

Dahla: gehört einfach dazu?

Christina: Also zum Beispiel gibt es eine

Christina: Überforderung, die ist

Christina: vielleicht gleich ein bisschen

Christina: extrem, aber über was auch ganz

Christina: selten gesprochen wird, sind zum

Christina: Beispiel, ähm, postnatale

Christina: Depressionen, ja. Ja, das kann

Christina: jede Frau erwischen, jede

Christina: Familie, dass man sich total

Christina: aufs Kind gefreut hat und dann

Christina: ist das Baby da und dann ist man

Christina: mit seinen Hormonen runter und

Christina: denkt, irgendwie fühle ich mich

Christina: nicht gut. Meistens wird man ja

Christina: von einer Hebamme begleitet, die

Christina: das auch meistens mit erkennen,

Christina: ne, und mit sprechen. Manchmal

Christina: ist das nicht der Fall, weil man

Christina: vielleicht denkt, ach nee, ach

Christina: komm, das ist nur so eine Phase

Christina: und das ist einfach was, was

Christina: unwahrscheinlich wichtig ist,

Christina: dass man das nicht wegredet,

Christina: weil das kann einen noch bis in

Christina: einem Jahr später begleiten

Christina: oder es

Dahla: So

Christina: klopft

Dahla: wie

Christina: dann.

Dahla: viele das ungefähr betrifft?

Christina: Das weiß ich nicht. Also ich

Christina: hab das selten, aber ich glaube,

Christina: dass man halt nicht drüber

Christina: spricht.

Martin: Ja, weil doch alle davon

Martin: ausgehen, man müsste sich jetzt

Martin: ja

Christina: Genau,

Martin: freuen, ne.

Christina: genau das

Martin: Es ist ja, es ist ja jetzt alles

Christina: ist es,

Martin: toll,

Christina: ne.

Martin: ne, ja.

Christina: hab zum Beispiel bei meinem

Christina: Abschluss in der Weiterbildung,

Christina: da muss man auch eine Hausarbeit

Christina: schreiben, da hatte ich das

Christina: Thema, tresnatale Dekton, ich

Christina: hab jetzt aber keine Prozentzahl

Christina: mehr im Kopf, ne. Aber, ähm,

Christina: dass das doch öfter vorkommt,

Christina: als man denkt. Und ich finde,

Christina: das darf kein Tabuthema sein,

Christina: dass man sich manchmal nicht

Christina: freut. Man schläft schlecht,

Christina: man möchte sein Kind stillen,

Christina: man möchte ja eigentlich alles

Christina: nur toll und super machen.

Martin: Ich

Christina: Und dann möchte man nach außen

Christina: noch toll aussehen und frisch

Christina: und guckt mal, alles ist toll.

Christina: Aber es ist nicht immer alles

Christina: toll, ja. Ich meine, ne, die,

Christina: die schon ein Kind haben, bei

Christina: manchen läuft wirklich alles

Christina: toll, aber auch ich sag mal

Christina: aussehen, Zombie. Hab nicht mehr

Christina: geschlafen, Stillen hat nicht

Christina: geklappt und ich denke, ne, auch

Christina: gerade für die Väter, wenn die

Christina: da irgendwas merken, sprecht es

Christina: an, lasst euch nicht alleine.

Christina: Wirklich, na, das ist so was, wo,

Christina: ähm, halt einfach schnell

Christina: Überforderung, glaube ich, halt

Christina: entsteht. Oder manche sind schon

Christina: überfordert, weil sie... Weiß

Christina: ich nicht. Weil sie den ganzen

Christina: Tag, vielleicht haben sie ein

Christina: Kind, was nicht so viel schläft,

Christina: ja, und haben keine Minute mehr

Christina: für sich, Kind möchte dauernd

Christina: auf dem Arm rumgetragen werden,

Christina: ähm, und auch da kann man

Christina: schnell zu einer Überforderung

Christina: kommen, ne, oder Papa schnell

Christina: wieder arbeiten, oder man hat

Christina: gar keinen Partner mehr.

Martin: Ja.

Christina: Ja, auch Alleinerziehende darf

Christina: man nicht einfach so, ähm, ja,

Christina: links liegen lassen, ne.

Martin: Ja, das ist sowieso, was ich

Martin: weiß,

Christina: Ja. Genau,

Martin: was

Christina: ne.

Martin: ich überlege,

Christina: Also

Martin: was

Christina: ich

Martin: man

Christina: ziehe

Martin: erst noch muss.

Christina: vor allen Hut

Martin: Ja.

Christina: und ich finde, egal in welcher

Christina: Konstellation man lebt, ja, ob

Christina: auch Frau und Frau oder Mann und

Christina: Mann, die vielleicht ein Kind

Christina: aufnehmen, auch die dürfen

Christina: überfordert sein und ich finde,

Christina: da ist die Grenze bei jedem auch

Christina: ganz verschieden, ne.

Martin: Ja.

Christina: Manche sind schon überfordert,

Christina: weil sie, wie gesagt, eine Nacht

Christina: nicht schlafen, manchen ist das

Christina: total egal, manche sind

Christina: überfordert, weil das Spillen

Christina: nicht gleich klappt. Manche sind

Christina: erst überfordert, wenn, was

Christina: weiß ich, nach, nach einem Jahr,

Christina: ne. Also wenn, wenn so die

Christina: ersten, ähm, Erziehungsmethoden

Christina: oder die erste Erziehung

Christina: stattfindet, Kind fängt an zu

Christina: laufen, äh, also ich denke, da

Christina: gibt's ganz verschiedene Sachen.

Christina: Ja, genau.

Dahla: Ja, ich glaube, das, äh,

Dahla: können wir uns gut vorstellen

Dahla: und, äh, vieles von dem, was...

Martin: Ja. Das

Dahla: haben wir auch schon irgendwie,

Dahla: ähm, anderweitig mal, äh, auch

Dahla: uns zumindest kurz thematisiert

Dahla: und es ist sehr spannend, jetzt

Dahla: auch nochmal so von dir, ähm,

Dahla: zu hören. Ähm, gibt es eine

Dahla: Begegnung, so aus, in den

Dahla: letzten Jahren, ja, aus Café

Dahla: Kinderwagen oder eben diesen

Dahla: Besuchen, wo du sagen würdest,

Dahla: Boah, da, das war wirklich auch

Dahla: für mich nochmal irgendwie was,

Dahla: das war sehr herausfordernd oder

Dahla: da hab ich sehr viel beigelernt,

Dahla: das war wirklich nochmal sehr

Dahla: schwierig oder heraus, ja,

Dahla: herausfordernd.

Christina: Also was ich herausfordernd

Christina: finde, ist, also bis jetzt, toi

Christina: toi toi, ist immer alles gut,

Christina: ähm, natürlich gibt's auch mal

Christina: die eine oder andere Beule, ne,

Christina: dass sich den Kopf einhaut, ähm,

Christina: auf ein Parkett oder so beim

Christina: Rumturn, ähm, aber wenn man

Christina: wirklich mal jemanden hat, ähm,

Christina: das hatte ich auch schon, die,

Christina: ähm, ja, die kommt und völlig,

Christina: ähm, schon Tränen in den Augen

Christina: hat, einfach völlig down ist

Christina: und, ähm, kaum mehr sprechen

Christina: kann, weil sie halt ein Problem

Christina: hat. Und das ist dann schon auch

Christina: für mich, auch wenn ich das, ne,

Christina: als Elternarbeit aus der Klinik,

Christina: ähm, mit allen Situationen und

Christina: Notlagen kenne, trotzdem auch

Christina: immer wieder eine

Christina: Herausforderung, diese Person da

Christina: feinfühlig abzuholen, genau,

Christina: und dann irgendwie auch gucken,

Christina: dass ich sie gut wieder gehen

Christina: lassen kann, beziehungsweise es

Christina: so weiterleiten kann, dass ich,

Christina: weil ich ja

Christina: Freitagsgrafikinderwagen habe,

Christina: auch, ähm, ja, auch gehen kann,

Christina: dass ich schlafen kann, dass ich

Christina: weiß, dass diese Person und

Christina: dieses Kind einfach gut versorgt

Christina: werden, ne,

Dahla: Das

Christina: also

Dahla: heißt, das ist dann manchmal

Dahla: auch eine Vermittlung, dass du

Dahla: dir überlegst, okay, was

Dahla: braucht, ähm,

Christina: genau,

Dahla: die Frau jetzt in dem

Christina: genau,

Dahla: Beispiel, ähm, so, dass du auch

Dahla: weißt, okay, die, die ist

Christina: genau,

Dahla: jetzt

Christina: genau.

Dahla: nicht alleine, sondern sie ist

Dahla: jetzt irgendwie in einer anderen

Dahla: Konstellation,

Christina: genau,

Dahla: ja, aber auch geholfen

Christina: Genau,

Dahla: wird.

Christina: ne, also das hatte ich einmal,

Christina: so eine richtige Notsituation,

Christina: ähm, da bin ich natürlich auch,

Christina: ne, also, ähm, ich habe ja das

Christina: Glück, dass ich im

Christina: AWO-Kindergarten bin, ähm, in

Christina: Nordstem, ähm, da einen sehr

Christina: schönen großen Toberaum habe,

Christina: und dadurch, dass das ja auch

Christina: Familienzentrum ist, ähm, man

Christina: auch draußen, ähm,

Christina: Sitzgelegenheiten hat, und ich

Christina: mich da relativ frei bewegen

Christina: darf, ähm, und, ähm, dann auch

Christina: mit derjenigen einfach zur Seite

Christina: gehen kann und auch in einem

Christina: geschützten Raum sprechen kann,

Christina: ne, und die anderen dann quasi

Christina: einfach alleine lasse und sage,

Christina: ja, ich komme gleich wieder, und,

Christina: ähm, das Verständnis dann

Christina: einfach auch da ist.

Martin: Was, was hast du so für

Martin: darüber, also in so einer

Martin: Situation für

Martin: Kontaktmöglichkeiten? Also du

Martin: hast ja sicherlich noch ein Netz

Martin: hinter

Christina: dann...

Martin: dir, was

Christina: Ja, alles.

Martin: Alles, ne, ja.

Christina: Alles, also, ne, das, ich meine,

Christina: ne, das schlimmste Worst Case

Christina: ist Polizei, ja, ähm, aber

Christina: natürlich habe ich natürlich

Christina: den Zugang zum Jugendamt schon

Christina: und auch, ähm, ich habe auch

Christina: kurze Dienstwege, wenn ich sie

Christina: brauche, auch auf dem Freitag,

Christina: ne, ähm, und wir haben immer,

Christina: ähm, weil ich ja auch

Christina: fachkraftfreie Hilfe bin, ähm,

Christina: natürlich haben wir auch eine

Christina: Koordinatorin, die ist in Ilze

Christina: oder auch, ähm, jemand in

Christina: Hildesheim, und, ähm, ich weiß

Christina: natürlich immer, wer wann wo

Christina: ist, ähm, und kann dort auch

Christina: erstmal niederschwellig

Christina: überhaupt Rückfragen stellen

Christina: und, ähm, die ruft dann sofort

Christina: zurück und sagt, hey, was ist

Christina: los, wie kann ich dir helfen,

Christina: dann kann ich anonym das

Christina: schildern und dann, ähm, kann

Christina: sie mir eine Rückmeldung geben,

Christina: ne, also wir sichern uns

Christina: natürlich auch immer ab, wenn

Christina: sowas mal vorkommt und das muss

Christina: ich ja, wenn ich ambulant

Christina: unterwegs bin, auch, ne, da,

Christina: ähm, ähm, wie gesagt, bin ich

Christina: ja auch auf mich alleine

Christina: gestellt und kann aber immer,

Christina: ähm, ich habe immer eine

Christina: Koordinatorin im Hintergrund,

Christina: ähm, niederschwellig auch, ne,

Christina: und kann da immer Rückfragen

Christina: ähm, dann entscheidet man

Christina: zusammen, ähm, also ich bin

Christina: nicht alleine, ähm, dann, und

Christina: ich bin ja reiche, dann gibt's

Christina: immer die insoweit erfahrene

Christina: Fachkraft, das sind welche, die

Christina: im Kinderschutz nochmal

Christina: zusatzmäßig ausgebildet sind,

Christina: und, ähm, glaube ich,

Christina: natürlich auch Telefonnummern,

Christina: die sitzen im Landkreis, ähm,

Christina: manche von den Fachkräften

Christina: frühen Hilfen sind auch dafür

Christina: ausgebildet, und das läuft

Christina: immer alles anonymisiert. Genau.

Christina: Und dann natürlich immer

Christina: transparent mit derjenigen, die

Christina: es betrifft.

Martin: Ja, klar, ja.

Dahla: aber klingt auch so, dass es,

Dahla: ähm, doch auch ein sehr gutes

Dahla: Sicherheitsnetz, ähm, da für

Dahla: kleine, äh, junge Familien gibt.

Dahla: Ja, das ist jetzt natürlich die

Dahla: Chance, mal einmal zu fragen,

Dahla: Stichwort Jugendamt. Ähm, ich

Dahla: glaube, das ist ja eine

Dahla: Institution, die sehr gerne

Dahla: damit verbunden wird, okay, das

Dahla: Wohl des Kindes ist hier

Dahla: gefährdet. Kannst du da einmal

Dahla: so ein bisschen aufklären? Ähm,

Christina: Ja,

Dahla: ähm, was eigentlich Jugendamt

Dahla: genau?

Martin: Ähm,

Christina: das ist so ein bisschen wie,

Christina: ähm, hat man früher nicht

Christina: immer gesagt, die Polizei ist

Christina: dein Freund und Helfer, ja? Und,

Christina: ähm, ähm, ähm, das ist so mit

Christina: dem Jugendamt, es heißt ja

Christina: Jugend und Kinderhilfe, ja? Und,

Christina: ähm, das sage ich ganz oft,

Christina: dass, ähm, wir sind ja dafür

Christina: da, um, ähm, abzufangen, um, um,

Christina: ähm, also das Jugendamt kommt

Christina: ja nicht einfach so ins Haus.

Christina: Und, ähm, ich rufe auch das

Christina: Jugendamt nicht einfach an, weil

Christina: ich bin ja auch nicht das

Christina: Jugendamt. Und, ähm, wenn man

Christina: es aber wirklich braucht, wie

Christina: gesagt, spricht man transparent

Christina: und, ähm, es wird ja nicht

Christina: jedes Mal ein Kind weggenommen,

Christina: ne? Weil das verbindet man ja

Martin: Ja,

Christina: sofort.

Martin: das ist

Christina: Jugendamt.

Martin: so ein

Christina: Genau, und das ist immer noch so.

Christina: Und, ähm, ich weiß nicht, ob

Christina: man das Image jemals wegbekommt,

Christina: ja? Ähm, ähm, dadurch, dass

Christina: ich auch ambulant tätig bin,

Christina: glaube ich, bin ich der Meinung,

Christina: dass ich in den Familien, wo ich

Christina: tätig war oder bin, ähm,

Christina: dieses Image wegmachen konnte,

Christina: weil auch viele Sachen toll

Christina: laufen und total gut ausgehen.

Christina: Und, ähm, wie gesagt, es ja

Christina: nicht immer dafür da ist, um

Christina: irgendein Kind wegzunehmen,

Christina: sondern einfach um zu helfen, um

Christina: zu vermitteln, um andere

Christina: Fachkräfte einzubauen.

Dahla: Ja, spannend. Jetzt, äh, würde

Dahla: mich auch interessieren, ob du

Dahla: uns vielleicht nochmal mitnehmen

Dahla: magst, was so die schönste

Dahla: Geschichte, an die du dich

Dahla: erinnerst, warst im

Dahla: Kaffeekinderwagen?

Christina: Hm,

Martin: Viele.

Christina: viele. Ja, nein, es gibt immer

Christina: schöne Momente. Also, ich bin

Christina: total glücklich, wenn mir

Christina: jemand sagt, dass er total gerne

Christina: kommt und dass er die

Christina: unbeschwerte, lockere

Christina: Atmosphäre so mag und, ähm,

Christina: jetzt nicht erwartet, dass es

Christina: wie in einer Krabbelgruppe ist.

Christina: Dass man etwas vorgibt, ne? Und,

Christina: ähm, dass da was gemacht werden

Christina: muss. Ich glaube, manche denken

Christina: auch, dass es so, ja, hier wird

Christina: nicht gesungen oder so. Wir

Christina: hören auch mal Musik. Ähm, und

Christina: ich stimme auch mal, wenn das

Christina: jemand möchte, kann man auch

Christina: mal ein Lied singen oder so.

Christina: Aber wie gesagt, der Fokus ist

Christina: auf Vernetzen und Austauschen.

Christina: Und, ähm, ja, ich freue mich

Christina: total, wenn, ähm, zum Beispiel

Christina: jetzt, seitdem ich die

Christina: Babybesuche mache, habe ich,

Christina: ähm, ich hatte mal Schwangere

Christina: besucht. Das ist nämlich selten.

Christina: Ich traue mich nicht so oft, das

Christina: ist dann meistens über eine

Christina: Freundin oder über eine

Christina: Bekannte. Und, ähm, ich hab

Christina: mich eine Schwangere besucht,

Christina: die, ähm, ja, vorher nicht so

Christina: viel Glück hatte, sag ich mal,

Christina: ähm, und sich jetzt total auf

Christina: ihr Baby gefreut hat und, ähm,

Christina: ja, mir aber auch erzählt hat,

Christina: ähm, was sie für einen Gang

Christina: hinter sich hat. Und, ähm, und

Christina: dann, ähm, treffe ich sie in

Christina: der Babybegrüßung wieder und,

Christina: ähm, es ist einfach alles gut

Christina: gelaufen, ja. Ja, und alles ist

Christina: schön und, ähm, ihr geht's gut,

Christina: dem Kind geht's gut, der Familie

Christina: geht's gut und, ähm, ja, und

Christina: sie sich einfach so freut, auch

Christina: über das Angebot und dann auch

Christina: noch ins Café Kinderwagen kommt.

Christina: Das sind so Sachen, die mich

Christina: auch berühren und, ähm, ja,

Christina: was ich einfach total schön

Christina: finde und nachvollziehen kann,

Christina: ne, weil nicht immer alles

Christina: schön ist.

Martin: Nee.

Dahla: Und dann begleitest du also

Dahla: einfach manche Familien und

Dahla: Frauen

Christina: Ja,

Dahla: einfach

Christina: manchmal ganz unbewusst

Dahla: Zeit oder?

Christina: auch, ne, genau.

Dahla: Ja, ja.

Christina: Und manche kommen wirklich auch

Christina: ein ganzes Jahr, bis sie in die

Christina: Krippe gehen, ne, die Kleinen,

Christina: also das hab ich auch. Und, ähm,

Christina: ja, da gibt es dann so mehrere

Christina: Geschichten auch, ne, dass, ähm,

Christina: hier einfach, ähm, total

Christina: glücklich sind und, ähm, das,

Christina: darüber freu ich mich auch

Christina: schon, ne. Also, da müssen

Christina: nicht immer irgendwelche

Christina: Highlights sein oder so, ne,

Christina: aber wenn dann sowas, ähm, mir

Christina: erzählt wird und, ja, da freu

Christina: ich mich dann doch immer sehr

Christina: drüber. Genau. Oder auch, ne,

Christina: wenn ich so einen Notfall hatte

Christina: und das klärt sich dann und ich

Christina: sehe die Entwicklung und dass es

Christina: dann ins Positive läuft und dem

Christina: Kind und der Mutter geht's gut

Christina: und die kommen nochmal wieder,

Christina: freu ich mich natürlich auch

Christina: total drüber.

Martin: Ja, das glaube ich dir, ja.

Christina: Genau. Dass man einfach merkt,

Christina: dass es, ähm, sich lohnt. Und,

Christina: ähm, worüber ich mich richtig

Christina: auch immer freue, das sind so

Christina: wirklich vielleicht so viele in

Christina: der Kleinigkeit, aber ich hab

Christina: schon ganz oft gehabt, dass ich

Christina: gerade aus Nordstem Mütter

Christina: hatte, zugezogen oder auch, ähm,

Christina: aus Adelsenburg-Stemm oder sonst

Christina: wo, auch aus Ilze. Und, ähm,

Christina: die einfach noch nicht so viel,

Christina: ähm, soziale Kontakte hatten

Christina: und dass ich dann, ähm,

Christina: tatsächlich vernetzen konnte

Christina: und merke, dass sich dann

Christina: Freundschaften bilden oder, äh,

Christina: Spaziergänge gebildet werden

Christina: und die sich dann treffen und

Christina: dann wirklich auch vernetzen.

Christina: Und dann weiß ich, okay, das

Christina: ist meine Mission.

Dahla: Ja.

Christina: Dann habe ich das erfüllt.

Dahla: Also, ich merke tatsächlich

Dahla: auch gerade, ich verstehe jetzt

Dahla: den, den Begriff Kaffee

Christina: genau.

Dahla: nochmal ganz

Christina: Genau.

Dahla: anders und merke auch, ich finde

Dahla: es schade, dass es das Angebot

Dahla: erst noch nicht gab und ich es

Dahla: dann nicht genutzt habe und ich

Dahla: glaube, ich habe es vielleicht

Dahla: auch nicht genutzt, äh, weil

Dahla: ich dachte, oh, ich habe

Dahla: irgendwie, es läuft irgendwie,

Dahla: ich habe gerade keine

Christina: Genau,

Dahla: Frage

Christina: ja.

Dahla: und

Christina: Fragen

Dahla: jetzt verstehe ich es nochmal

Christina: weil. Auch

Dahla: besser,

Christina: keine Frage.

Dahla: Nee,

Martin: braucht keine Frage.

Dahla: man

Martin: Mhm.

Dahla: Und ich habe schon manchmal, äh,

Dahla: Martin, du wirst dich erinnern,

Dahla: ich habe schon manchmal gesagt,

Dahla: ach, es wäre einfach schön,

Dahla: wenn man mal einfach nur so

Dahla: irgendwo

Christina: Genau.

Dahla: zum Kaffee trinken

Martin: Ja,

Dahla: und.

Martin: und einfach sich selber

Martin: austauschen können, ne?

Dahla: sieht man das ja? Also, auf dem

Dahla: Land, gut, haben wir jetzt nicht

Dahla: den Luxus vieler Cafés, also

Dahla: auch das wird ja

Christina: Genau.

Dahla: dadurch dann

Christina: Wie

Dahla: quasi, ähm, ja, selbst aber

Dahla: auch, wenn ich jetzt irgendwie,

Dahla: äh, eher so in den städtischen

Dahla: Raum gucke, ja, da sind die, die

Dahla: ganzen oft dann Mamis mit ihren

Dahla: Kinderwagen und irgendwie

Dahla: unterwegs, aber wenn man da dann

Dahla: in ein normales, herkömmliches

Dahla: Café geht, ist das ja alles

Dahla: andere als entspannte Vernetzung,

Dahla: sondern man ist eigentlich die

Dahla: ganze Zeit damit beschäftigt,

Dahla: ähm, irgendwie nicht, nicht zu

Dahla: doll aufzufallen und dass das

Dahla: Kind bitte irgendwie ruhig ist.

Christina: Man möchte

Dahla: Man möchte sich

Christina: live,

Dahla: da aber ja eigentlich auch, wenn

Dahla: es dann schon krabbelt oder so,

Dahla: nicht bewegen

Christina: genau.

Dahla: kann und so und all das.

Christina: Das hat man bei mir oder bei uns

Christina: im Kaffee Kinderwagen, egal wo,

Christina: genau, und man kann halt auch

Christina: einfach, ähm, man kann einfach

Christina: füttern, man kann einfach

Christina: stillen, man kann wickeln, ohne

Christina: sich zu fragen, wann mache ich

Christina: das,

Martin: Ja.

Christina: wie mache ich das, und wo mache

Christina: ich das, ja, und kann trotzdem

Christina: meinen Kaffee, und wenn er kalt

Christina: ist, nehme ich mir einen neuen,

Christina: ja, und, ähm, und, ähm, und

Christina: wer nicht stillen möchte, weil

Christina: andere mit im Raum sind, kann

Christina: sich aber auch zurückziehen,

Christina: auch dafür haben wir

Christina: Möglichkeiten, ne, und das ist

Christina: fast überall Und, ja, ich

Christina: hätte das auch gern gehabt.

Dahla: Ja,

Christina: Bei

Dahla: und wenn

Christina: mir gibt

Dahla: das

Christina: es

Dahla: jetzt

Christina: auch

Dahla: keine

Christina: nicht.

Dahla: Werbung ist, also, Hier

Christina: ja,

Dahla: wohnen sollten und, also, ähm,

Dahla: entweder ein kleines Kind haben

Dahla: oder bekommen sollten, dieses

Dahla: Angebot doch unbedingt nutzen.

Dahla: Und, äh, wenn ihr irgendwo

Dahla: anders wohnt, informiert euch

Dahla: doch mal, vielleicht

Christina: genau,

Dahla: gibt es Kaffee Kinderwagen oder

Christina: kann man auch googeln.

Dahla: etwas Ähnliches.

Martin: Ja, in Niedersachsen soll es das

Martin: eigentlich flächendeckend geben.

Martin: So hat es zumindest damals meine

Martin: Recherche ergeben, dass das hier

Martin: im Land eigentlich ganz gut

Martin: ausgerollt ist, ne,

Christina: Im

Martin: und...

Christina: Landkreis Hildesheim wohl

Christina: ziemlich gut.

Martin: Ja.

Dahla: So, dann, also, wenn ihr aus

Dahla: einem anderen Bundesland guckt,

Dahla: kommt, dann guckt mal ganz genau

Dahla: nach Niedersachsen, ne, wie toll

Dahla: wir das hier machen. Genau, ähm,

Dahla: mich würde einfach, weil du

Dahla: jetzt so viele Jahre Erfahrung

Dahla: hast, ja noch was ganz brennend

Dahla: interessieren, was wir ganz

Dahla: häufig irgendwie diskutieren

Martin: Ich

Dahla: und

Martin: bin

Dahla: uns

Martin: echt gespannt,

Dahla: fragen.

Martin: ob du auf das Gleiche noch sitze

Martin: ich.

Dahla: Ja. Und

Martin: Ja.

Dahla: zwar,

Martin: Ja.

Dahla: Elternschaft, hat sich das

Dahla: eigentlich über die Zeit, die

Dahla: du das jetzt irgendwie

Dahla: mitverfolgst und begleitest,

Dahla: verändert? Und wenn ja, was hat

Dahla: sich verändert?

Christina: Ja, hat es. Ich will jetzt auch

Christina: gar nicht sagen, ob jetzt

Christina: positiv oder negativ, weil das

Christina: ist ja völlig normal. Jeder hat

Christina: ja wieder ein eigenes Empfinden,

Christina: was ist negativ, was ist positiv.

Christina: Das, was ich festgestellt habe

Christina: oder was mir sehr am Herzen

Christina: liegt, ist, dass ich das Gefühl

Christina: habe, dass das Bauchgefühl bei

Christina: vielen einfach nicht mehr da ist

Christina: oder dass sie sich darauf nicht

Christina: so verlassen können. Signale,

Christina: dass, ich gehe jetzt mal auf

Christina: Säuglinge ein, die Bedürfnisse

Christina: nicht so erkennen oder so

Christina: blockiert sind und sich so auf

Christina: die Medien, Social Media. Das

Christina: ist für mich wirklich etwas,

Christina: was sich verändert hat, weil

Christina: als ich Mutter geworden bin, ich

Christina: glaube, ich hatte bei meinem

Christina: dritten Kind erst Wochenbett, ja,

Christina: und, ähm, dass man, ja, dieses

Christina: Bauchgefühl, das Vertrauen in

Christina: sich selbst und als Eltern, ja,

Christina: Papa und Mama, hört aus, euer

Christina: Bauchgefühl. Und, ähm, das

Christina: finde ich, das hat sich schon

Christina: stark geändert, dass viele so

Christina: gefangen sind, ja, ähm, guck

Christina: mal, wie die das machen. Nach

Christina: außen muss immer alles toll

Christina: aussehen. Es muss schneller,

Christina: weiter, höher.

Dahla: Tollere Fotos.

Christina: Ja, tolle Fotos, ähm, tolle

Christina: Fotos, ähm, tolle Häuser. Also,

Christina: das ist so, wo ich dann denke,

Christina: gibt es da irgendwann auch

Christina: nochmal ein Ende, ja, oder, ähm,

Christina: auch mein Kind kann dies, mein

Christina: Kind kann das. Jedes Kind hat

Christina: sein eigenes Tempo, schon wie

Christina: vor 100 Jahren, ja, und, dass

Christina: man da einfach nicht auf andere

Christina: schaut, sondern bei sich guckt

Christina: und auch dafür einsteht. So,

Christina: wie das bei uns ist, so ist es

Christina: in Ordnung. Und, ähm, ich

Christina: empfinde dies und jemand anders

Christina: empfindet das. Und ich finde,

Christina: das ist etwas verloren gegangen

Christina: und das würde ich mir wünschen,

Christina: einfach, dass Eltern da, ja,

Christina: wieder mehr in sich gehen und

Christina: sich vertrauen und einfach auf

Christina: dieses Social Media, egal was

Christina: für eine Plattform, einfach da

Christina: ein bisschen, ja, was heißt

Christina: Abstand nehmen. Ich habe nichts

Christina: gegen Social Media, ne, aber,

Christina: ähm, ja, nicht

Martin: Es

Christina: alles.

Martin: ist interessant, weil deine

Martin: Frage und deine Antwort haben

Martin: eigentlich zu dem geführt, was

Martin: ich auch fragen wollte. von

Martin: außen auf die Eltern, weil wir

Martin: das auch schon ganz oft

Martin: thematisiert haben. Das ist

Martin: nämlich dieser eine Punkt mit

Martin: dem, okay, immer zu gucken, was

Martin: machen die anderen. Also nicht

Martin: mal zu gucken, was denke ich,

Martin: was jetzt gerade passt für

Martin: meine Kinder, sondern immer zu

Christina: Einflüsse

Martin: gucken, okay, die machen das.

Martin: Und das andere ist, ähm, wie

Martin: würdest du sagen, gehen die

Martin: Eltern so mit, ich sag mal,

Martin: Kommentaren, Einflüssen ihrer,

Martin: des Umfeldes um. Also ich habe

Martin: ja, ich finde dieses Beispiel,

Martin: weil letztes Jahr in Spanien,

Martin: wenn wir da mit unseren Kindern

Martin: unterwegs waren, bis um, keine

Martin: Ahnung, 10 Uhr, freuen sich alle.

Martin: Wenn du hier um 18.30 Uhr mit

Martin: einem Kind in irgendwo reingehst,

Martin: dann fragen dich tausend

Christina: Das ist noch

Martin: Leute.

Christina: kein Armbrot.

Martin: Ganz genau, weil er hat es noch

Martin: nicht geschlafen, äh, das

Martin: hätte mich auch noch mal

Martin: interessiert, wie der da.

Christina: Da würde ich mir wünschen, da

Christina: könnte man, könnten viele mal

Christina: lockerer werden. Also den

Christina: Unterschied merke ich schon auch,

Christina: ne. Ich meine, ich bin ja dann

Christina: 1976, bin ja auch selber noch,

Christina: sag ich mal, so erzogen worden.

Christina: nde, ne, steh auf, du bist stark

Christina: und es ist schon so ein bisschen,

Christina: dass man ja dann, ähm, seine

Christina: eigenen Gefühle eigentlich so

Christina: ein bisschen, ja, überspringt,

Christina: ja, oder nicht fühlt und, ähm,

Christina: ich glaube schon, dass das

Christina: heutzutage besser und anders

Christina: geworden ist, man spricht mehr

Christina: über Gefühle oder, ähm, man,

Christina: ähm, trägt es auch mehr nach

Christina: außen und, ähm, das finde ich

Christina: auch wichtig und das finde ich

Christina: positiv, dass man da einfach

Christina: mehr hinguckt. Trotzdem, genau,

Christina: dass man sich nicht so

Christina: beeinflussen lässt auch, weil,

Christina: wenn eine Familie, ähm, es ist

Christina: ja auch nicht jeder gesund, ja,

Christina: es geht ja schon damit los, ein

Christina: Kind ist hyperaktiv oder, ähm,

Christina: hat ADHS oder hat einen Autismus,

Christina: auch da würde ich mir wünschen,

Christina: dass wir einfach alle gemeinsam

Christina: uns da halten und stützen und

Christina: nicht urteilen, ja,

Martin: Ja,

Christina: und wenn die mit ihrem Kind noch

Christina: um 18.30 Uhr raus muss oder

Christina: vielleicht hat sie einen

Christina: Säugling, der tagsüber über

Christina: nur schreit, dann geht man auch

Christina: um 21.30 Uhr nur spazieren

Martin: ja.

Christina: und, ähm, ob das Kind dann

Christina: schon Abendrück gegessen hat

Christina: oder nicht, das, ähm, hat mich

Christina: außen nicht zu interessieren,

Christina: sondern dann sollte man

Christina: vielleicht eher mal hingucken

Christina: und fragen, hey, warum gehst du

Christina: eigentlich zu spät spazieren?

Christina: Vielleicht möchte man ja selber

Christina: mitgehen, ne? Also, das ist so,

Christina: ähm, ja, da würde ich mir auch

Christina: wünschen, dass wir da ein

Christina: bisschen offener sind und nicht

Christina: diese Kommentare, ne? Ich mein,

Christina: beste Beispiel ist leider eine

Christina: Plattform, wo ja auch so

Christina: Haterkommentare, ne? bei manchen

Christina: kommen und, ähm, ja, gut, aber

Christina: jeder kann selber entscheiden,

Christina: ob er auf der Plattform

Martin: ist.

Christina: unterwegs

Martin: Ja.

Dahla: Natürlich, jetzt, ähm, würde

Dahla: ich zumindest aus meiner

Dahla: Erfahrung der letzten Jahre

Dahla: sagen, dass es leider gar nicht

Dahla: immer nur über Social Media

Dahla: geht, sondern tatsächlich schon

Dahla: auch, ähm, sich sehr viele,

Dahla: ähm, ja, Berufen fühlen, ähm,

Dahla: offen zu kommentieren, obwohl

Dahla: man ja normalerweise eher sehr

Dahla: zurückhaltend, damit ist mal

Dahla: einfach so,

Christina: hm,

Dahla: auch mit fremden Menschen zu

Dahla: gehen. Das ist irgendwie, wenn

Dahla: man, ähm, als Mutter, ähm,

Dahla: wahrscheinlich auch manchmal als

Dahla: Vater, aber vor allem als

Martin: vor allem

Dahla: Mutter,

Martin: als Mutter, hm,

Dahla: ähm, mit einem Kind unterwegs

Dahla: ist, dann wird kommentiert, ob

Dahla: das Kind eine Mütze aufhat oder

Dahla: nicht und, ähm, ob es schläft

Dahla: oder nicht und wie man aussieht

Dahla: oder nicht und, ähm,

Christina: ja,

Dahla: das ist was, was, glaube ich,

Dahla: sehr, sehr viel Unsicherheit

Dahla: machen kann und mein Eindruck

Dahla: ist so ein bisschen, dass man

Dahla: dann über Social Media

Dahla: vielleicht als junge Mutter auch

Dahla: versucht schnell wieder,

Christina: hm,

Dahla: Sicherheit

Christina: ja,

Dahla: zu erlangen, so nach dem Motto,

Dahla: da kann ich mir schnell angucken,

Dahla: wie es

Christina: genau,

Dahla: andere machen

Christina: hm,

Dahla: und ich muss jetzt selber sagen,

Dahla: also ich meine, das geht ja auch

Dahla: von bis, also ich meine, da sind

Dahla: ja auch InfluencerInnen

Dahla: unterwegs, ähm,

Christina: genau,

Dahla: die machen irgendwie tolle

Dahla: Sachen, wo ich echt

Christina: genau,

Dahla: sagen würde, ja, die setzen

Dahla: genau da an, was du gerade

Christina: hast.

Dahla: erzählt

Christina: Genau.

Dahla: Genau, wie du es machst, wie ihr

Dahla: seid, seid ihr genau richtig.

Christina: Genau,

Dahla: Ähm, ja, aber was,

Christina: das

Dahla: was würdest

Christina: stimmt.

Dahla: du sagen, wenn jemand so eine

Dahla: Unsicherheit empfindet, was, was

Dahla: könnten sonst Wege sein, da

Dahla: irgendwie einen selbstbewussten,

Dahla: eigenen, individuellen Weg zu

Dahla: finden?

Christina: Ich glaube, das ist sehr

Christina: schwierig, weil das kommt selbst

Christina: auf die Persönlichkeit, glaube

Christina: ich, an. Von jedem, ob man, ähm,

Christina: ich sag mal, ob man gerne in

Christina: Gesellschaft ist oder nicht, ja.

Christina: Es gibt ja auch viele, die

Christina: einfach partout sich nicht in

Christina: Gruppen trauen, ne. Also, ähm,

Christina: wir sind im Kaffee-Kinderwagen,

Christina: ich sag jetzt mal, manchmal sind

Christina: wir nur acht, aber meistens sind

Christina: wir so zwölf, 14, 16 Eltern.

Christina: Und, ähm, für manche sind ja

Christina: schon vier zu viel, ne. Und,

Christina: ähm, ich denke, da muss jeder

Christina: so seinen Weg finden. Und wenn

Christina: manche sich in Social Media

Christina: genau da die Sicherheit finden,

Christina: finde ich das völlig in Ordnung.

Christina: Ähm, aber dann sollen sie, also

Christina: würde ich mir wünschen, dass

Christina: man auf sich aufpasst und, ähm,

Christina: dass man auch nicht alles glaubt,

Christina: was dort, ähm, gezeigt wird.

Christina: Oder dass man einfach das auch

Christina: filtert, ne. Was ist für mich

Christina: gut, was ist für mich nicht gut.

Christina: Und, ähm, weil ich denke, es

Christina: kann auch eine Hilfe sein. Ich,

Christina: ähm, bin ja selber auch, ähm,

Christina: da unterwegs. Und ich finde auch

Christina: manche Sachen total gut, ja.

Christina: Ähm, dass über viele Sachen da

Christina: offen kommuniziert werden und,

Christina: ähm, wird. Und dass man einfach

Christina: über viele Themen spricht,

Christina: über die man vielleicht früher

Christina: nicht gesprochen hat. Ja, dass

Christina: nämlich jeder so sein darf, wie

Christina: er ist. Und, ähm, genau. Und

Christina: dass da auch, ähm, Sachen

Christina: kommuniziert werden. Und gerade

Christina: mit solchen, ähm, ja, wenn man

Christina: anders ist, weil man ein Kind

Christina: hat, was einfach vielleicht

Christina: nicht, das ist wieder, ne, da

Christina: kann man ja philosophieren bis

Christina: zum, sag ich mal, äh, Ultimum,

Christina: ja. Ähm,

Dahla: Na klar.

Christina: welches Kind ist normal, welches

Christina: ist nicht normal.

Martin: Gibt's das

Christina: Gibt's

Martin: überhaupt?

Christina: das überhaupt,

Martin: Ja.

Christina: ne? Früher hat man das ja

Christina: kategorisiert und ich finde

Christina: schon, nein, das darf man nicht

Christina: mehr. Also

Martin: Ja.

Christina: hab ich in meinem Beruf auch

Christina: viel gelernt, ähm, man darf

Christina: nicht, ähm, sich in Schubladen

Christina: stecken, hat man aber gemacht,

Christina: ne, und, ähm, das finde ich,

Christina: hat sich eigentlich schon

Christina: geändert, aber da sind wir noch

Christina: lange nicht fertig.

Martin: Nee, das glaube ich auch. Da ist

Martin: noch was zu erledigen.

Dahla: Wir sind uns, glaube ich, alle

Dahla: einig, ähm, ja, ähm, da ist

Dahla: vielleicht nochmal irgendwie ein

Dahla: wichtiger Punkt, gibt es was, wo

Dahla: du sagen würdest, das würdest

Dahla: du dir wünschen, was sich

Dahla: irgendwie strukturell noch

Dahla: ändert oder wo es einfach noch

Dahla: mehr Unterstützung braucht, wo

Dahla: deine Arbeit vielleicht auch

Dahla: schwierig ist und du dir

Dahla: wünschen würdest, dass es da

Dahla: noch irgendwie, ja, andere

Dahla: finanzielle Unterstützung,

Dahla: andere Möglichkeiten gibt.

Christina: Ja, die finanzielle

Christina: Unterstützung, ne, richtig.

Christina: Klar, da würden, ja, da würden

Christina: wir uns alle viel mehr wünschen,

Christina: ne, weil ich dann immer denke,

Christina: okay, vielleicht würden manche

Christina: auch gerne zweimal die Woche

Christina: einen Kaffee-Kinderwagen haben,

Christina: weil der eine vielleicht da

Christina: nicht kann oder der andere da

Christina: nicht, ähm, und, ähm, für

Christina: diese ganzen sozialen Projekte

Christina: ja eigentlich immer mehr

Christina: gestrichen wird. Ich froh bin,

Christina: dass das noch so ist, wie es ist,

Christina: ähm, dass manchmal würde ich

Christina: mir wünschen, dass man in

Christina: solchen, in größeren Gemeinden,

Christina: ähm, also wenn ich einen Wunsch

Christina: hätte oder so ein Traum ist,

Christina: dass man noch einen Anlaufpunkt

Christina: hat in jeder Gemeinde, ähm, zum

Christina: Beispiel, ähm, gibt's ja, oder

Christina: gab's ja, ich glaube, das macht

Christina: wieder auf, dieses KOM-Zentrum

Christina: in Nordstern.

Dahla: Ja, das gibt's noch, ja.

Christina: Genau, ähm, die ziehen ja wohl

Christina: um und das könnte man gut

Christina: verbinden oder mit einer

Christina: Apotheke, ähm, ein- oder

Christina: zweimal die Woche, dass man da

Christina: so ein Angebot auch, ähm, macht,

Christina: Fachkräfte, Hebammen,

Christina: Kinderkrankenschwestern, hey,

Christina: wir sind für euch da, bei

Christina: Gesundheitsfragen, ja, oder,

Christina: ähm, ich hab Angst, mit meinem

Christina: Kind stimmt was nicht. Also ganz

Christina: banale Sachen und wenn's nur ein

Christina: Wunderpro ist, ähm, dass man

Christina: weiß, montags und donnerstags

Christina: ist von bis jemand da, aber dass

Christina: das dann auch natürlich, ich

Christina: meine, wir sind auch Fachkräfte,

Christina: dass das auch honoriert wird.

Christina: Aber für sowas, weiß ich nicht,

Christina: ist schwierig, ja, dass für

Christina: sowas Gelder da, Gelder noch da

Christina: werden.

Dahla: Also eine noch bessere

Dahla: Vernetzung der lokalen Akteure,

Christina: Genau.

Dahla: ähm, die dann dadurch auch

Dahla: vielleicht ja nochmal ein

Dahla: größeres Gewicht haben und

Dahla: dann auch doch nochmal Gelder,

Dahla: ähm, locker gemacht werden

Dahla: können. Ich meine,

Dahla: Kaffee-Kinderwagen kostet jetzt,

Dahla: äh, nicht die Welt und du hast

Dahla: sehr, sehr schön erzählt und

Dahla: deutlich gemacht, äh, was das

Dahla: aber für einen Mehrwert, ähm,

Dahla: vor Ort bieten kann und wie viel

Dahla: Sicherheit das geben kann, ähm,

Dahla: darin, ja, individuell seine,

Dahla: äh, Schwangerschaft, ähm,

Dahla: seine Eltern, ähm, schafft, ja,

Dahla: zu gestalten. Martin, hast du

Dahla: noch eine

Martin: Nein,

Dahla: Frage?

Martin: hab ich nicht mehr.

Dahla: Hast du noch irgendwas los denn,

Dahla: Christine?

Christina: Nein, danke, dass ich hier sein

Christina: durfte und, ähm, ich freue mich

Christina: über jeden, der kommt.

Dahla: Ja, das ist, glaube ich, sehr

Dahla: deutlich, dass sich das lohnt.

Martin: Ja, guck danach auf örtlich,

Martin: wie gesagt, ich glaube, es gibt

Martin: sogar in anderen Bundesländern

Martin: vergleichbare Angebote, die

Martin: heißen aber immer ein bisschen

Martin: anders.

Christina: Ja, genau.

Martin: Aber, das ist, also wenn ich

Martin: nochmal so an uns denke, damals,

Martin: mir hätte das auch ganz gut

Martin: getan, weil ich meine, den

Martin: Alltag mit Kindern gibt es ja

Martin: nicht. und Unsicherheiten gibt

Martin: es auch genug, also deswegen,

Martin: ähm,

Christina: Ich war

Martin: ja.

Christina: halt in einer, ähm, also ich

Christina: persönlich, ich war in einer

Christina: Delphi-Gruppe mit drei Kindern

Christina: und, ähm, das ist auch total

Christina: toll gewesen, will ich auch

Christina: nicht missen, aber das ist doch

Christina: wieder ein anderer Rahmen, ne?

Martin: Ja. Ja,

Dahla: du

Christina: um

Dahla: hast

Christina: Bewegung und Entwicklung so ein

Christina: bisschen wie PKP und, genau, und

Christina: da stellt man einfach, ähm, das

Christina: ist nicht ganz so locker, also

Christina: es ist locker, aber, ähm, wie

Christina: du sagst, hat

Martin: sich.

Christina: einfach an

Martin: Ist noch ein bisschen anderer,

Dahla: Vielleicht

Martin: so.

Dahla: auch dein Kind mehr im Fokus

Christina: genau.

Dahla: als,

Christina: Und

Dahla: äh,

Christina: da trinkt man keinen Kaffee.

Dahla: Und, genau, es hat nicht die

Dahla: Kaffee-Atmosphäre, es ist nicht

Dahla: so locker, es ist nicht

Dahla: kostenlos und es ist, ähm, auch

Dahla: nicht eine so tolle

Dahla: Beratungsmöglichkeit. Genau.

Dahla: Also, in diesem Sinne, ihr habt

Dahla: bestimmt viel Input bekommen,

Dahla: ähm, danke fürs Zuhören.

Martin: Ja, vielen Dank, dass du da

Martin: warst. Wirklich, es war uns ein

Martin: großes Vergnügen, ähm.

Dahla: Genau, und bis bald.

Martin: Bleibt uns nicht mehr viel zu

Martin: sagen, ne? Alles klar, lasst

Martin: euch gut gehen, macht's gut.

Martin: Tschüss.

Martin: Das war das Mäuseballett von

Martin: und mit Dala und Martin. Wenn

Martin: euch die heutige Folge gefallen

Martin: hat, schaut gerne auf Instagram

Martin: vorbei, ihr findet alle

Martin: Informationen in den Show Notes.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.